Antitranspirante sind ein überaus wirksames Mittel gegen Schwitzen. Um eine größtmögliche Reduktion des Schwitzens zu erreichen – ohne dabei die Haut zu reizen – müssen Antiperspirante korrekt angewendet werden. An dieser Stelle möchten wir deshalb Tipps zur richtigen Anwendung sowie die häufigsten Anwendungsfehler bei der Benutzung von Antitranspiranten auflisten. In folgendem Video erklärt Sascha Ballweg die Wirkung eines Antitranspirants auf die Schweißdrüsen… 

Bitte beachten Sie bei der Anwendung von Antitranspirantien die nachfolgende Punkte:

  • Antitranspirante nur äußerlich anwenden!

  • Reinigen Sie die betroffene Hautpartie vor der Anwendung!
    Reinigen Sie Ihre Haut vor dem Auftragen der Antitranspirants stets auf sanfte, aber effektive Art und Weise, so dass die Poren und Ausgangskanäle der Schweißdrüsen möglichst frei von Talg, Fetten und anderen Rückständen wie zum Beispiel losen Hautschuppen sind.

  • Sorgfältig abtrocknen!
    Nach der Reinigung lassen Sie die betroffene Hautpartie unbedingt vollständig trocknen, bevor Sie Ihr Antitranspirant auftragen. Vermeiden Sie starkes Rubbeln mit einem Handtuch, da dies zu minkroskopisch kleinen Reizungen oder Verletzung der Hautoberfläche führt! Tupfen Sie die Haut lieber mit dem Handtuch trocken. Eventuell können Sie auch einen Fön verwenden.
  • Verwenden Sie Antitranspirante immer nur abends, unmittelbar vor dem Schlafengehen!
    Benutzen Sie Ihr Antitranspirant am besten ganz am Ende des Tages, wenn möglich in entspannter Atmosphäre, bereits im Bett liegend oder auf der Bettkante sitzend. Am Abend schränkt der Körper die Stoffwechselvorgänge ein, der Kreislauf wird langsamer und die natürliche Tätigkeit der Schweißdrüsen reduziert. Damit ist die bestmögliche Basis für eine wirkungsvolle Anwendung geschaffen. Während der Nacht kann das Antitranspirant optimal auf die Schweißdrüsen einwirken. Durch den eingeschränkten Schweißfluss besteht keine Gefahr, dass das Mittel direkt wieder "ausgewaschen" werden kann.

    Tipp: Sollten Sie auch im Bett liegend noch schwitzen, versuchen Sie bitte folgenden Trick: stellen Sie sich Ihren Wecker auf einen Zeitpunkt in der Nacht, zu dem Sie normalerweise bereits schlafen (und das Schwitzen dadurch normalerweise automatisch reduziert ist). Tragen Sie das Antitranspirant auf und schlafen Sie weiter.

    Eine Anwendung am Morgen oder während des Tages macht keinen Sinn und ist nicht zu empfehlen. Wenn Sie sich dadurch jedoch besser und sicherer fühlen, könnte jedoch der positive, rein psychologische Aspekt zur Schweißreduktion beitragen.
  • Benutzen Sie so wenig Antitranspirant wie möglich!
    Antitranspirante der neuesten Generation sind hoch dosiert (20% bis 30% Wirkstoffanteil). Deshalb wirken schon kleinste Mengen. Beginnen Sie lieber mit kleinsten Mengen, tröpfchenweise. Nur Bedarf sollten Sie die Dosis erhöhen. Beispiel: Bei Achselschwitzen reicht ein einziger Tropfen pro Achselhöhle vollkommen aus!
  • Behandeln Sie nur die Hautpartien, die auch Schweiß absondern!
    Die ekkrinen Schweißdrüsen des Körpers sind keineswegs gleichmäßig über die Haut verteilt. In der Achselhöhle konzentrieren sich die Schweißdrüsen beispielsweise auf einer vergleichsweise kleinen Fläche am tiefsten Punkt der Achsel. Dieser Bereich hat in etwa die Größe eines 2-Euro-Stücks. Folglich muss das Antitranspirant nur an dieser Stelle aufgetragen werden. Die Behandlung der gesamten Achselregion würde nur zu unnötigen Hautreizungen führen. Übrigens: Es kommt uns nur so vor, als wäre stets die ganze Achsel schweißnass. Dies liegt daran, dass der Schweiß unter den Armen nur schlecht verdunsten kann (nahezu geschlossener Raum). Zudem wird der Schweiß durch die Bewegungen der Arme ständig auf der Haut verteilt.

  • Planen Sie leichte Reaktionen der Haut ein – dies ist normal!
    Die Einwirkung des Mittels auf die Ausgangskanäle der Schweißdrüsen ist ein chemisch-biologischer Prozess auf der Hautoberfläche, welcher in vielen Fällen spürbar sein wird. Dies ist völlig normal und kein Grund zur Besorgnis. Sie sollten sich deshalb auf ein leichtes Brennen, Zwicken oder Jucken einstellen. Sorgen Sie für Ablenkung und Entspannung beim Einschlafen. Nach ca. 15 bis 30 Minuten sollten die Hautreizungen nachlassen. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie ca. 20 Minuten (Trocknungszeit) nach jeder Anwendung die betroffene Hautstelle mit einer fetthaltigen, kühlenden und pflegenden Hautlotion (z.B. Nutric re-active Lotion) großzügig eincremen. Damit werden länger anhaltende Reizungen, welche Sie wohlmöglich vom Schlaf abhalten, nachhaltig verhindert.

  • Verwenden Sie nur Antitranspirante mit hautpflegenden Zusatzstoffen!
    Sollten die oben beschriebenen Reizungen nicht auszuhalten sein, empfehlen sich Antitranspirante mit hautpflegenden Zusatzstoffen, am besten mit natürlichen Pflanzenextrakten (z.B. AHC sensitive) sowie die Anwendung von beruhigenden Cremes oder Hautlotions (z.B. Nutric re-active Lotion).
  • Vermeiden Sie Antitranspirante in Sprühflaschen oder Deoroller!
    Der beherzte Druck auf den Sprühkopf des Antitranspirantsprays oder das großzügige Auftragen mittels eines Deorollers (auch Roll-On oder Deo-Stick genannt) führen zwangsläufig zu einer Überdosierung des Mittels. Hautreizungen (Jucken, Brennen, Stechen oder Rötungen) sind so vorprogrammiert. Mit einem Spray ist die Anwendung im Gesicht und an anderen empfindlichen Stellen (Antitranspirante sollten nicht mit Augen und Schleimhäuten in Berührung kommen!) unmöglich. Aus diesem Grund sind Antitranspirante in Tropfflaschen stets die bessere Wahl. Mit diesen können Sie das Antitranspirant Tröpchen für Tröpfchen, mit der Fingerkuppe sanft an der betroffenen Stelle einmassieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung eines Wattebausches oder eines Wattepads. In diesen Fällen müssen Sie jedoch damit rechnen, dass verhältnismäßig viel Antitranspirant im saugfähigen Trägermaterial verbleibt und somit vergeudet wird. Übrigens: Wenn Sie Hände und Füße gleichzeitig behandeln wollen, tropfen Sie 2 bis 3 Tropfen auf Ihre Handinnenflächen und massieren Sie das Antitranspirant mit den Händen sanft in die Fußsohlen ein. So behandeln Sie gleichzeitig Schweißhände und Schweißfüße auf optimale Weise.

  • Ermitteln Sie Anwendungsintervalle und reduzieren Sie die Anwendung schnellstmöglich!
    Antitranspirante wirken in den meisten Fällen schon nach der ersten Applikation. Sollten Sie gerade erst mit der Anwendung begonnen haben, so sollten Sie nach 7 Tagen durchgängiger und regelmäßiger Benutzung eine Anwendungspause einlegen. Finden Sie heraus, wie lange die Wirkung bei Ihnen persönlich anhält. Dies kann zwischen 24 Stunden und drei oder gar mehr Tagen variieren. Auf diese Weise können Sie herausfinden, wie oft Sie das Mittel anwenden müssen. Nach einiger Zeit sollten Sie somit Ihren individuellen Rhythmus (Anwendungsintervalle) gefunden haben. Übrigens: Sollte die Wirkung auch nach einer Woche noch nicht eingesetzt haben, so müssen Sie das Mittel selbstverständlich weiter anwenden. Leider gibt es solche Fälle, auch wenn sie eher selten sind.

  • Eine dauerhafte, ununterbrochene Anwendung verbessert nicht die Wirkung!
    Nur zu Beginn der Anwendung sollten Antitranspirante regelmäßig, d.h. für 1 Woche benutzt werden. Danach richtet sich der Gebrauch nach den persönlichen Erfahrungen. Ziel ist es, das Mittel dauerhaft in festen Intervallen mit großzügigen Pausen anzuwenden. Grund dafür ist die Wirkweise eines Antitranspirants: Durch die Verengung der Schweißdrüsenkanäle und dessen temporären Verschluss durch einen natürlich gebildeten "Korken" (Propf aus losen Hautschuppen etc.) wird der Schweißfluss deutlich reduziert. Bei vorzeitigem Auftragen des Mittels kann dieser Pfropf jedoch aufgelöst bzw. gelöst werden. Die erreichte Wirkung würde also wieder aufgehopen werden. Deshalb sind Anwendungspausen dringend anzuraten. Ein weiterer Vorteil für Sie: Dies schont Ihre Haut und gleichzeitig den Geldbeutel.
  • Benutzen Sie die richtige Stärke für Ihr individuelles Schweißproblem!
    Ein Antitranspirant mit 20% Anteil des Basiswirkstoffs Aluminiumchlorid kann am gesamten Körper angewendet werden. Typische Einsatzgebiete sind beispielsweise Achseln, Gesicht, Kopf, Brust, Rücken und der Intimbereich. Gegen übermäßiges Hand- oder Fußschwitzen sind jedoch meistens stärkere Mittel mit 30% Wirkstoff notwendig.

    Tipp: Da das Schwitzen an Händen und Füßen auf Grund der Beschaffenheit der Haut meist deutlich schwieriger und langwieriger zu behandeln ist kann es sinnvoll sein, den Vorgang durch eine "Initialzündung" zu beschleunigen. Um eine erste spürbare Entlastung gegen Schweißhände/Schweißfüße zu schaffen empfehlen wir deshalb folgende Kombinationstherapie

  • Haben Sie Geduld – nicht verrückt machen!
    Für viele Menschen, die sich dazu entschließen, nach einer leidvollen und unwürdigen Zeit des übermäßigen Schwitzens, endlich Maßnahmen zu ergreifen, stellen Antitranspirante den ersten, wichtigen Schritt in ein "neues Leben" dar. Ein Notanker, an den sie sich voller Hoffnung klammern. Dementsprechend hoch ist die Erwartungshaltung. Jedoch sollte man sich nicht derartig unter Druck setzen und angespannt die Wirkung des Mittels herbeisehnen. Psychologische Faktoren spielen beim Schwitzen leider eine sehr große Rolle, so dass es in angespannter Atmosphäre schnell zu negativen Korrelationen hinsichtlich der Wirkung kommen kann. Stress und Enttäuschung (bei zunächst ausbleibendem Erfolg) können das Schwitzen überaus verstärken und damit den positiven Effekt des Antitranspirantes aufheben.

    Versuchen Sie also Geduld aufzubringen. Rechnen Sie von Anfang an damit, dass ein Antitranspirant mehrere Tage, manchmal auch Wochen brauchen kann um seine Wirkung voll zu entfalten. Wenn es dann doch deutlich schnell geht: Um so besser!

    Versuchen Sie entspannt und doch hoffnungsvoll in ein neues, schweißreduziertes Leben zu starten. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

 

Seit über 100 Jahren werden Antitranspirante, wie wir sie heute kennen, erfolgreich gegen das Schwitzen eingesetzt. Die rein oberflächlich angewandten Mittel gelten bei vielen Ärzten und Dermatologen als erste Wahl bei der Bekämpfung von übermäßigem Schweiß. Sie können helfen, starkes Schwitzen ohne medizinisch-chirurgische Eingriffe und ohne die Einnahme von Medikamenten auf ein normales Maß zu reduzieren.

 

Weiterführende Informationen und Themen:

Gerade in der Hitze der Sommermonate stellt man oft fest, dass das Hemd von Schweiß durchtränkt wird und die Textilien sich dunkel verfärben. Doch nicht nur unter den Achseln ist übermäßiges Schwitzen auch für Außenstehende zu erkennen. Der bekannteste Lösungsansatz weltweit ist dabei der Griff zu einem schweißhemmenden…

Antiperspirant1 – ein Mittel für schnelle Hilfe gegen Schweißflecken

Ein Antitranspirant (auch engl. Antiperspirant) ist ein rezeptfreies, topikales Mittel gegen Schwitzen. Die nachweißlich schweißhemmende Wirkung wird durch den Wirkstoff Aluminiumchlorid (AlCl) als Hauptbestandteil neben Alkohol oder Wasser und Bindemittel erzielt, oder alternativ durch Kaliumaluminiumsulfat (bekannt als Allaun, z.B. "Deokristall"). Grundsätzlich ist festzustellen dass die Wirksamkeit, gerade bei starkem Schwitzen oder Hyperhidrose, mit der Höhe des AlCl-Anteils ansteigt. Mischungen mit weniger als 5% AlCl gelten unter Belastung (Sport, Arbeit, Hitze) als unwirksam. Sie haben allenfalls einen kosmetischen Effekt der kaum messbar ist – dennoch werden "einfache" Deodorants in der Werbung oft irreführend als "Antitranspirante" bezeichnet.

Unter Antiperspiranten versteht man Präparate, die die Schweiß- und in Folge auch die Geruchsbildung verringern sollen und können. Es gibt sie als Stick, Roller sowie als Sprays und in vielen verschiedenen Duftrichtungen. Bestenfalls sind es jedoch einfache Tropfflaschen, mit denen man das Mittel mit der Fingerkuppe auftragen kann. Hierbei geht am wenigsten der wertvollen Flüssigkeit verloren. Eine Antiperspirant-Tropfflasche ist in der Anwendung ist nicht nur einfach, sondern auch äußerst effektiv. Um die Schweißbildung zu verhindern, werden die Poren der Schweißdrüsen verstopft oder verkleinert. Dies kann die Ausschüttung von Schweiß um bis zu 90 % verhindern.

Der reine Schweiß ist geruchsneutral. Erst in Verbindung mit den in der Achselhöhle sitzenden Bakterien entwickelt er seinen stechenden Eigenduft. Da Antiperspirante jedoch die Schweißdrüsen verstopfen, wird den Bakterien die Nahrung entzogen. Somit können diese keine Ausscheidungen mehr produzieren und die Geruchsbildung bleibt aus. Da jedoch nicht immer alle Schweißdrüsen in der Achsel mit einem Antiperspirant getroffen werden, ist meist kein vollständiger Geruchsschutz gegeben.

Im Antiperspirant (auch Antitranspirant oder Anti-Perspirant genannt) sind Aluminiumchloride und verschiedene Aluminiumverbindungen enthalten (Aluminiumsalze). Präparate für die empfindliche Haut sind z. B.  mit Bartflechte, Nelkenblüte und Salbei angereichert. Dies verhindert Hautreizungen sowie Brennen und Juckreiz. Die Substanz Triclosan verwenden viele Hersteller, um das Wachstum der Bakterien zu reduzieren. Möchte man den Schweißaustritt zum Kühlen nicht hemmen, sondern lediglich Bakterien bekämpfen, gibt es als Alternative herkömmliche Deodorants. Auch für Hände und Füße gibt es inzwischen spezielle Antiperspirante auf dem Markt. Diese enthalten eine sehr starke Aluminiumchlorid-Dosis um die 30 % wohingegen normale Antiperspirante für die Anwendung an weniger dicken Hautschichten in der Regel mit 8 bis 20 % des Wirkstoffs dosiert sind.

Antitranspirante gelten bei Ärzten (Dermatologen) als erste Wahl bei der Behandlung von verstärktem oder krankhaften Schwitzen. Der maßgebliche Vorteil ist das sehr gute Verhältnis von Wirkung, Verträglichkeit und Preis. Ein mit 20% dosiertes Antitranspirant kostet im Schnitt nur 15 Euro, kann jedoch eine Schweißreduktion i.H.v. 95% erreichen. Abgesehen von Hautreizungen sind keine Nebenwirkungen bekannt. Langfristige gesundheitliche Risiken sind durch die rein oberflächliche Anwendung ausgeschlossen. Behauptungen, Mittel dieser Art könnten in die Haut einziehen und in Blut- oder Lymphgefäße gelangen, sind wissenschaftlich widerlegt und gelten offiziell als Hoax (moderne Märchen). Die Wirksamkeit von Antitranspirantien ist hingegen durch medizinische Studien mehrfach belegt worden. Ein weiterer Vorteil ist die einfache und sichere Anwendung, die der eines Deos gleicht.

Weltweit zu erkennen ist, dass immer mehr Menschen, die transpirieren, morgens zu einem Deodorant greifen und im Laufe des Tages auch gern einmal "nachsprühen". Dies trifft auf jugendliche Schüler und Personen im Berufsleben ebenso zu, wie auf die sogenannten Best-Ager. Deos sind also überall anzutreffen und es gibt sie in den unterschiedlichsten Darreichungs- und Wirkungsformen.
Doch was viele nicht wissen ist, dass Deodorants in erster Linie den Schweißgeruch reduzieren, neutralisieren oder auch nur überlagern und einfach nicht gegen starkes Schwitzen ausgelegt sind. Der Begriff "Antiperspirant" taucht zwar immer wieder auch in Kombination mit Deodorants auf, seine genaue Bedeutung oder das "Versprechen" das dahinter steht, bleibt dem Konsumenten jedoch weitestgehend verborgen.

Dabei würden Menschen, die stark schwitzen und dieses sichtbare Schwitzen reduzieren wollen, mit der Anwendung eines Antiperspirants vorbeugend reagieren. Denn aluminiumhaltige Antiperspirante sind " Spezialisten unter den Deos" und im Bereich der Vermeidung der Schweißbildung sehr effektiv. Mit Hilfe des Antiperspirants werden die Ausgänge der Schweißporen im Achselbereich verengt und verstopft. Dies führt in Folge dazu, dass kaum bzw. nur noch sehr wenig Schweiß an die Hautoberfläche gelangt – sichtbare Schweißflecken können somit leicht der Vergangenheit angehören.

Allgemein ist bei der Anwendung eines Antiperspirants zu beachten, dass die Anwendung genau nach Empfehlung des Herstellers und den individuellen Bedürfnissen entsprechend auch regelmäßig stattfindet. In Tests konnte bei den meisten Personen festgestellt werden, dass bereits nach 1 – 4 Anwendungen erste positive Ergebnisse eintraten und der Schweiß deutlich reduziert werden konnte – teilweise um bis zu 90 % der ursprünglichen Schweißmenge.

Es wird empfohlen ein Antiperspirant nur vor dem Schlafengehen anzuwenden. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass es nach dem oberflächlichen Auftragen des Antiperspirants auf die Haut nicht mehr zum Schwitzen kommt, da ansonsten die Wirkung verwässert und die Poren nicht geschlossen werden können. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass bei der Anwendung eines Antiperspirants auf jegliche andere Kosmetik verzichtet werden muss. Denn Antiperspirante werden ausschließlich abends angewendet und wirken somit über Nacht! Am Morgen danach (wenn das Aluminium über Nacht gut einwirken konnte) kann ganz normal die gewohnte Hygiene und Körperpflege betrieben werden. Dazu gehört auch das normale Deo, Makeup oder eine hautpflegende Creme. Die Anwendung des Antiperspirants muss nach einer Initialphase ca. alle 2 – 3 Tage wiederholt werden. Weitaus längere Anwendungsintervalle sind jedoch durchaus möglich und keine Seltenheit (berichtet wird von bis zu 14 Tagen).

Ein Antiperspirant kann auch an empfindlichen Körperpartien angewendet werden.

Antiperspirant – der wirksame Schweißhemmer?

Antiperspirante haben im Gegensatz zu handelsüblichen Deodorants eine stärker ausgeprägte schweißhemmende Wirkung. Dadurch können sie gut für die Vermeidung von lokalem Schwitzen eingesetzt werden (starkes, sichtbares Schwitzen an einzelnen Körperregionen). Da ihre Anwendung auch Schweißgeruch, der häufig mit starkem Schwitzen einhergeht, mildert, werden sie oft anstelle von Deodorants benutzt.

Beim Achselschwitzen zeigen sich große und nasse Schwitzflecken in der Kleidung, die als störend und peinlich empfunden werden. Obwohl die Konzentration der Schweißdrüsen an der Stirn oder an den Handflächen wesentlich höher ist als im Achselbereich, quält das Schwitzen unter den Achseln die Betroffenen viel mehr. Denn da die Achseln stellen (wie auch größere Hautfalten, z. B. unter dem Bauch oder unter der Brust) einen abgeschlossenen Raum dar, weshalb der Schweiß hier nicht so schnell verdunstet. In Folge hinterlässt er unangenehm sichtbare Feuchtigkeitsflecken und Rinnsale. Antiperspirante können als Fertigzusammensetzung gekauft oder vom Apotheker mit individueller Rezeptur gemischt werden und finden in allen beschriebenen Fällen Einsatz.

Wirkstoffe von Antiperspiranten

Antiperspirante1 (auch Antitranspirant oder Anti Perspirant) haben eine andere Wirkstoffzusammensetzung als handelsübliche Deodorants. Als Komponenten sind Metallsalzlösungen Standard, deren Wirksamkeit erfolgreich getestet wurde. Vor allem sind als Adstringentien (Schweißhemmer) Aluminiumsalze zu nennen, deren therapeutische Effektivität von Ärzten, Dermatologen, Apothekern sowie in vielen Studien bestätigt wird. Bewährte Adstringentien sind neben Aluminiumchlorid-Hexahydrat auch das Aluminiumchlorohydrat (ACH) und der Aluminium-Zirkonium-Tetrachloro-Glycin-Komplex (ZAG). All diese Verbindungen sind für die Herstellung schweißhemmender Produkte in Deutschland zugelassen und werden als sicher eingestuft. In dermatologischen Versuchen konnte durch die Anwendung von Antiperspiranten mit Metallsubstanzen bei 95 % der Probanden eine deutlich geringere Schweißabsonderung festgestellt werden. Antiperspirante sind deshalb dem Bereich der Funktioniellen Kosmetik zuzuordnen und gelten nicht als verschreibungspflichtige oder freie Medikamente gegen Schwitzen.

Für den Begriff Antiperspirant gibt es auch viele andere Formulierungen, so wird es auch Anti Transpirant oder auch Deo Transpirant genannt. Obwohl gerade der Begriff "Antitranspirant" in unseren Breitengraden sehr verbreitet ist, sieht es im angelsächsischen Raum (zu dem in erster Linie Großbritannien, die Vereinigten Staaten sowie Australien gehören) vollkommen anders aus. Dort ist der Begriff Antitranspirant kaum bekannt, da wir hier vom "Transpirieren" und englisch sprechende Menschen weltweit vom förmlicheren "Perspirieren" sprechen. In Deutschland hingegen kann man getrost auch den Begriff Antiperspirant verwenden und man bekommt das gesuchte Mittel gegen Schwitzen, denn beide Wortvarianten sind ausreichend ähnlich. Seit einigen Jahren sind einige Antiperspirante so konzipiert, dass die häufigste auftretende Nebenwirkung, die spürbare Reizung der Haut, immer weiter reduziert werden konnte. Sogenannte "sensitive Antitranspirante" können somit nahezu am ganzen Körper gegen Schwitzen eingesetzt werden. 


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