Primäre Bromhidrose

Sascha Ballweg

Der Mediziner spricht von einer primären oder essentiellen Bromhidrose (BH), wenn diese von der Pubertät an auftritt. Da es sich vorwiegend um die Störung der apokrinen Schweißdrüsen handelt, beginnt die Krankheit erst zu Beginn der Adoleszenz, welche im Zuge der hormonellen Umstellung die vorher funktionslosen apokrinen Drüsen aktiviert.

Bei der primären BH ist der Körpergeruch selbst die Krankheit und demzufolge kein Symptom einer Krankheit. Wichtig ist, dass keine explizite, physische oder psychische Erkrankung als Ursache vorliegt. Dies muss im Rahmen einer allgemeinmedizinische Untersuchung ausgeschlossen werden. Jedoch kann eine BH mit krankhaftem Schwitzen (Hyperhidrose) in enger Beziehung stehen. Die gesteigerte ekkrine Schweißproduktion verstärkt die Geruchsentwicklung massiv. Außerdem können grundsätzliche Faktoren, wie nervliche Belastungen allgemeiner Art, sowie hormonelle Umstellungen während der Pubertät oder im Klimakterium eine primäre Bromhidrose begünstigen und begleiten, ohne das sie als eigenständige auslösende Krankheiten gesehen werden.

Typische Faktoren, die eine primäre Bromhidrose auslösen, begünstigen oder begleiten können:


  • psychische Belastungen (Stress, Angst, Scham, starke Emotionen)
  • Klimakterium (hormonelle Umstellung)
  • Pubertät (hormonelle Umstellung)
  • spezielle Ernährung (z.B. scharfe Gewürze)
  • einseitige oder falsche Ernährung

Typische Faktoren, die eine gleichzeitige Hyperhidrose begünstigen:


  • Kaffeekonsum (Koffein)
  • Rauchen (Nikotin)
  • Alkoholmissbrauch
  • Drogenkonsum
  • Einnahme bestimmter Medikamente