Achselschweiß & Achselgeruch

Sascha Ballweg

Die menschliche Achselhöhle ist ein kugelförmiger, nahezu geschlossener Hautbereich, an dem besonders schnell Körpergeruch entstehen kann. Entgegen der landläufigen Meinung, konzentriert sich dort nur eine moderate Anzahl von ekkrinen Schweißdrüsen, und dies auch nur an der tiefsten Stelle der Achselhöhle, auf einem etwa 2-Euro-Stück großen Bereich der Haut. Durch die ständige Bewegung der Arme wird der ekkrine Schweiß kontinuierlich über die Fläche der Achsel verteilt. Da die Arme meistens am Rumpf anliegen, kann der Schweiß kaum verdunsten, zusätzlich verhindert die Kleidung eine ausreichende Luftzirkulation. In Folge bleibt der Schweißfilm für längere Zeit auf der Haut, wo er von den Keimen der Hautflora zersetzt wird. Dadurch entsteht zwangläufig sogenannter Achselgeruch, der im feuchten Mileu der Achselhöhle besonders intensiv ist, da die Bakterien im ständig feucht-warmen Klima einen idealen Lebensraum vorfinden.

Auch die Achselbehaarung spielt für die Entstehung von Körpergeruch eine Rolle: An den Haarfollikeln befinden sich apokrine Schweißdrüsen, die über die Haarschafte eine fettige Talgsubstanz absondern. Durch die Achselhaare werden diese Talge während der Körperbewegungen wie von einem Pinsel in der Achselhöhle verteilt, wo sie ebenfalls von den Bakterien der Haut zersetzt werden. Das dabei entstehende Androstenon ist u.a. für den typischen, besonders stechenden Schweißgeruch verantwortlich.

((Um "normalen" Achselgeruch zu verhindern, empfiehlt es sich, folgende Grundregeln zu beachten:

Was Sie gegen Achselgeruch tun können ...

Um "normalen" Achselgeruch zu verhindern, empfiehlt es sich, die folgenden Grundregeln zu beachten:

  • sorgfältige und regelmäßige Hygiene
  • Achselbehaarung trimmen oder rasieren
  • abends echte Antitranspirante benutzen
  • morgens Deodorant oder Parfum verwenden
  • nicht zu enge und atmungsaktive Kleidung tragen