Körpergeruch: Allgemeine Informationen

Sascha Ballweg

Permanenten und penetranten Körpergeruch (“Schweißgeruch”) empfinden Mitmenschen oft als üblen Gestank und unzumutbare Belästigung, besonders im Alltag, in Beruf und Schule. Schnell wird hinter dem Rücken des “Verursachers” getuschelt und gelästert, derjenige solle “sich endlich mal waschen” und “seine Klamotten wechseln”. Beliebt ist auch die witzig gemeinte Frage, ob vielleicht das Deo versagt habe. Dabei ist den Betroffenen, also denjenigen, die den lästigen Körpergeruch verströmen, überhaupt nicht nach Scherzen zumute. Vielmehr belastet das Problem ständigen Stinkens die Psyche schwer. Verzweifelung, soziale Isolation und Ausgrenzung, Zwangshandlungen (z.B. neurotischer Waschzwang) bis hin zu Depressionen können die Folge sein. In speziellen Fällen kann sich eine Sonderform der Dysmorphophobie entwickeln.

Was viele Mitmenschen nicht wissen: In sehr vielen Fällen hat das “Stinken” überhaupt nichts mit Hygiene und Waschen zu tun. Es gibt tatsächlich Menschen, die so oft duschen können wie sie wollen, der Geruch kommt schon nach wenigen Minuten scheinbar unaufhaltsam und unvermindert zurück. Weder Deodorants noch “scharfe” Seifen helfen, dieses Problem zu lösen. Selbst die penibelste Hygiene hilft nicht und oft bleibt der üble Geruch auch in der Kleidung "hängen". Und die flüchtigen Parfumstoffe eines Deos sollen eigentlich den Schweißgeruch übertünchen ("de-odorieren", von "odor" = Geruch), oft tragen sie diesen jedoch noch deutlich verstärkt in die Umwelt, da sie sehr schnell verdunsten.

 

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