Siloxan-D5 in Kosmetik: Umstrittenes Lösungsmittel

Sascha Ballweg

Viele Kosmetika, insbesondere Deodorants und Antitranspirante enthalten als "modernes" Lösungsmittel die chemische Verbindung Decamethylcyclopentasiloxan, kurz Siloxan-D5.

Siloxan ist eine flüchtige Siliziumverbindung, deren Toxizität noch weitgehend unerforscht ist. Die EU will klären, ob der Stoff als PBT einzuordnen ist, d.h. als persistenter, bioakkumulativer und toxischer Stoff, der sich in der Umwelt anreichert und dessen Wirkung auf den Menschen schwer abzuschätzen ist. Das Umweltbundesamt (UBA) bewertet Siloxan schon jetzt als PBT.

Ein bereits bekanntes Problem ist die Anreicherung von Siloxanen in Klär- und Deponieschlämmen. In diese gelangt die Verbindung über den Abwasser- und Abfallzyklus. Bei der Verbrennung der Klär- und Deponiegase, z.B. in Gasmotoren zwecks Energiegewinnung, entsteht Siliciumdioxid ("Sand"), welcher zu vorzeitigem Verschleiß der Verbrennungsmotoren und zu hohen Kosten für die Gasaufbereitung führt.

Moderne Antitranspirante verzichten gänzlich auf Siloxan-D5. Vorsichtige Verbraucher sollten sich daher vor dem Erwerb eines Schweißhemmers immer über die genauen Inhaltsstoffe informieren. Moderne Antitranspirante der 3. Generation enthalten keine Lösemittel wie Siloxan.