Antitranspirant: Brustkrebs

Seit Jahren geistert das Gerücht, Deos oder Antitranspirante auf Aluminiumbasis würden Brustkrebs erzeugen, durch das Internet. Wissenschaftliche Untersuchungen und zahlreiche medizinische Studien haben jedoch gezeigt, dass diese Behauptung bislang nicht belegbar und somit als falsch zu werten ist! Da diese schweißreduzierenden Mittel ausschließlich oberflächlich aufgetragen werden und die Aluminiumverbindungen kaum in die Haut eindringen können, um so evtl. Blut- oder Lymphgefäße zu erreichen, sind negative Effekte auf den Organismus bislang nahezu ausgeschlossen und wissenschaftlich nicht belegt.

Antitranspirante erzeugen keinen Brustkrebs und sind unbedenklich!

Folgende internationale Behörden, Forschungsprojekte und Krebsverbände haben sich eindeutig geäußert und bestätigt, dass Antitranspirante (sowie Deos) keinen Krebs erzeugen:

  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfARM)
  • Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ)
  • Deutscher Krebsinformationsdienst (KID)
  • Arbeitskreis für Gynäkologische Onkologie (AGO)
  • Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
  • National Cancer Institute (NCI)
  • Food and Drug Administration (FDA)
  • Fédération Nationale des Centres de Lutte Contre Cancer (UNICANCER)
  • Centre Régional de Lutte Contre Cancer
  • breakthrough breast cancer
  • American Cancer Society
  • breastcancer.org
  • Susan B. Komen Foundation

Ebenso aussagekräftig ist die Zusammenfassung der Stiftung Warentest zum Thema "Aluminium in Deos" aus 07/2013. Hier heißt es u.a.: "[…] konnte bisher kein kausaler Zusammen­hang zwischen der Aufnahme von Aluminium aus Kosmetika und der Entstehung von Brust­krebs wissenschaftlich belegt werden. Es fehlen größere epidemiologische Studien. Auch für die Behauptung, Aluminiumsalze in Kosmetika würden das Alzheimer-Risiko erhöhen, fehlen klare wissenschaftliche Beweise. […] Gelangt Aluminium durch die Haut in den Körper? […] Das Bundes­institut für Risiko­be­wertung geht davon aus, dass zwar bei jeder Deo-Anwendung viele Milligramm Aluminium auf die Haut kommen, davon aber nur ein kleiner Anteil – wahr­scheinlich im Mikrogramm­bereich – in den Blut­kreis­lauf gelangt. Das müssen Wissenschaftler weiter erkunden. Klar ist aber: Der deutsche Verbraucher nimmt deutlich mehr Aluminium durch Lebens­mittel auf als über Kosmetika."

 

 

Achtung! Hoax-Warnung

Seit Ende der 1990er Jahre kursiert im Internet die folgende (z.T. auch in anderen Sprachen verfasste) Kettenmail (engl. fake mail), welche meistens wie nachfolgend zitiert beginnt:

E-mail von: Elizabeth Morin
Dept. of Medicinal Chemistry
Merck Frosst Canada & Co
(mailto: elizabeth_morin(at)merck.com)
Tel. (514) 428-3222
Fax: (514) 428-4900

Ich [Katrina Scott o.a.] sende dies an alle weiter, weil ich mir sicher bin, daß diese Information absolut Sinn ergibt. Bitte geben Sie es an alle für Sie wichtigen Menschen weiter – und auch an Menschen, die Sie nicht so gut kennen.  Frauen, bitte hört her! Und Männer, bitte gebt die Information an Eure Frauen weiter! [ ... ]

Vorsicht! Bei dieser Kettenmail handelt es sich um reine Panikmache!

Besonders weibliche Leser/Empfänger sollen verunsichert werden. Ziel der Kettenmail ist die weltweite Verbreitung durch direkte Weiterleitung, wobei oftmals Computerviren oder Malware heimlich mitverschickt werden. In der Mail mit gefälschten Absenderdaten (weder Adresse noch Telefon/Fax existieren!) wird behauptet, Deodorants würden Brustkrebs verursachen. Dabei bedient sich die angebliche Verfasserin pseudo-wissenschaftlichen Ausdrücken und Beschreibungen, die jedoch allesamt erfunden bzw. schlichtweg falsch sind.

  • gefälschter Absender: bei dem canadischen Konzern Merck Frosst gibt und gab es nie eine Abteilung namens "Dept. of Medicinal Chemistry". Die angegebenen Telefon- und Faxnummern existieren nicht.
  • erfundene Verfasserin: bei dem canadischen Konzern Merck Frosst ist und war nie eine Elizabeth Morin beschäftigt.
  • falsches Vokabular: die verwendeten Fachbegriffe sind falsch, was einer verantwortungsbewussten Forscherin nicht passieren dürfte. So wird z.B. von "Aluminiumchlorat" gesprochen (Al(ClO3)3). Dieses wurde früher in Gurgelmitteln (z.B. Mallebrin) verwendet, wurde aber auch hier zwischenzeitlich ebenfalls durch das harmlose "Aluminiumchlorid" ersetzt. Denn Chlorate sind giftig und außerdem feuergefährlich, wenn sie mit brennbaren Stoffen zusammenkommen! Dass nicht selten von Aluminiumchlorat gesprochen, aber Aluminiumchlorid (AlCl3) gemeint wird, liegt daran, dass im Apothekerlatein Aluminiumchlorid "Aluminium chloratum" heißt. Aluminiumchlorat heißt dagegen "Aluminium chloricum".

    Übrigens dürfte auch der Kontakt von Aluminiumchlorid mit offenen Wunden keine Gefahr bedeuten. Die altbekannten Alaunstifte (Kalium-Aluminiumsulfat) zur Blutstillung wirken auch durch ihren Gehalt an Aluminiumionen.

Unglücklicherweise klingen die Aussagen für viele Laien plausibel, besonders da sie im pseudo-wissenschaftlichen Gewand daherkommen. Wer sich angesichts der Aussagen dieser Mail verunsichert fühlt, sollte unbedingt Rücksprache mit seinem Haus- oder Hautarzt halten, um die einzelnen Punkte der Mail aufzuklären. Legen Sie Ihrem Arzt einen Ausdruck der Mail vor. Man wird Ihnen bestätigen, dass sämtliche Behauptungen sowohl wissenschaftlich als auch medizinisch vollkommen haltlos sind.

Die Kettenmail ist offiziell als Hoax, d.h. als Internet-Märchen deklariert worden  Die Mail findet sich in der Hoax-Liste unter dem Buchstaben "B", Stichwort "Brustkrebs durch Deo". Im englischen Sprachraum wurde die entsprechende Variante der Kettenmail offiziell als Urban Legend, d.h. als "moderne Legende" deklariert.

✍ Empfehlung: Bitte lesen Sie bei Interesse auch die englischsprachigen Quellenangaben und Verweise auf about.com!

 

Aluminium: Gerüchte und andere Unwahrheiten

Aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen ist einigen Menschen die schweißhemmende Wirkung des Aluminiumchlorids (AlCl) offenbar nicht geheuer, ungeachtet der Tatsache, dass es täglich tausende Betroffende von ihrem übermäßigen Schwitzen erlöst.

Schon seit Jahren geistern diverse, zum Teil hanebüchene Gerüchte durch das Internet. Einige dieser Internet-Mythen (Hoax, oder engl. Urban Legend, siehe oben) gehen auf veraltete Studien zurück, in denen eine mögliche Schädlichkeit hypothetisch diskutiert, nicht aber nachgewiesen wurden. Andere sind Zeugnis von laienhaften Fehlinterpretationen weniger Fakten, die meisten entbehren jedoch jeglicher wissenschaftlicher Grundlage [1].

Nachfolgend die gängigsten Gerüchte und Unwahrheiten in Kurzform:

  • Antitranspirante erzeugen Brustkrebs • Teil 1:
    "Frauenärzte raten ihren Patientinnen kein Deo/Antitranspirant zu benutzen!"
    Dieses leider noch immer populäre Gerücht entstand ursprünglich aus der Bitte vieler Frauenärzte, "kein Antitranspirant " vor der Mammographie zu benutzen. Daraus folgerten viele Frauen fatalerweise, Antitranspirante seinen generell "laut Rat der Ärzte" zu vermeiden. Wirklicher Grund ist, dass die metallenen Partikel des Aluminiumsalzes das Mammographiebild verfälschen und so die Diagnose erschweren können.
  • Antitranspirante erzeugen Brustkrebs • Teil 2:
    "Das Aluminium der Deos/Antitranspirante sammelt sich im Brustgewebe an, weil es nicht mehr ausgeschwitzt werden kann!"
    Angeblich entsorgen die Lymphgefäße ihre "gesammelten, organischen Abfälle" über die Schweißdrüsen. Würden diese durch Antitranspirante "verstopft", müssten die Lymphknoten die Giftstoffe einlagern. Da Antitranspirante vorwiegend unter den Achseln benutzt werden, wären die axillären Lymphgefäße besonders betroffen. Dadurch entstehe vielfach Brustkrebs, so das Gerücht. Man muss kein Mediziner sein, um den Unsinn dieser Behauptungen zu erkennen: Der Körper scheidet sämtliche Giftstoffe über Leber und Niere aus. Das Schwitzen dient ausschließlich der Wärmeregulierung, nicht der "Entgiftung", auch wenn das Schweißsekret in minimalsten Mengen urinähnliche Stoffe enthält [2]. Außerdem verfügen Lymphgefäße keinerlei Verbindung zu den Schweißdrüsen. Unzählige Studien haben dieses Gerücht zudem widerlegt.
  • Antitranspirante erzeugen Brustkrebs • Teil 3:
    "Eine Studie aus England hat belegt, das Deos/Antitranspirante Brustkrebs erzeugen!" (Reading-Studie von Dabre et al.)
    Eine bekannte Studie aus England [3], in der von akkumuliertem Aluminium in Brusttumoren berichtet wurde, sorgte im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausend für große Aufregung. Wissenschaftler der Universität Reading (UK) hatten Gewebe von Mammakarzinomen untersucht und Ansammlungen von Aluminium gefunden. Im Ergebnis wurde rein hypothetisch ein Zusammenhang zwischen der Benutzung von aluminiumhaltigen Antitranspiranten bzw. Deodorants und Tumorbildung diskutiert. Es wurde vermutet, dass Aluminium einen östrogene Wirkung haben könnte, wodurch Wachstum bzw. Mutation von Zellgewebe möglich wäre. Die Studie regte eine Vielzahl von Folgestudien an, die allesamt keinen Beweis für die genannte Hypothese lieferten. ✍ Achtung: Die Reading-Studie der Biologin Philippa Darbre wird scharf kritisiert, da in ihr nur erkranktes Gewebe untersucht wurde. Es fehlte völlig die parallele Untersuchung einer gesunden Vergleichsgruppe!
    Andere Studien hingegen, zum Beispiel die des Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle (USA) [4], haben diese berücksichtigt, wobei 813 Frauen mit, und 793 Frauen ohne Brustkrebs verglichen wurden. Die Studie bewies, dass kein Zusammenhang zwischen der Benutzung von Antiranspiranten und Brustkrebserkrankungen besteht. Spätere Studien belegten dies ebenfalls. Heute bestätigen das BfR, das Deutsche Krebsforschungsinstitut sowie sämtliche internationale Brustkrebsverbände, dass bei der Benutzung eines Antitranspirants kein derartiges Risiko besteht.
  • Antitranspirante erzeugen Brustkrebs • Teil 4:
    "An Brutskrebs erkrankte Frauen dürfen während einer Strahlentherapie kein Deo/Antitranspirant benutzen!"
    Betroffene Frauen, die im Rahmen ihrer Brustkrebsbehandlung einer Strahlentherapie unterzogen werden sollten, riet man früher, "kein Antitranspirant mehr" zu nutzen. Man befürchtete damals, dass die starke radioaktive Bestrahlung der Aluminiumpartikel auf der Haut unangenehme Reizungen auslösen könnte, ein in der Psychoonkologie unerwünschter Effekt, welcher der Akzeptanz dieser ansonsten schmerzlosen Therapieform nicht zuträglich wäre. Viele der zu behandelnen Frauen schlussfolgerten daraus leider, ihr Antitranspirant (oder Deo) wäre Schuld an ihrer Erkrankung. Deshalb hätte ihr Arzt von einer weiteren Benutzung abgeraten. Schlichtweg ein Missverständnis auf Grund mangelnder Kommunikation. Eine aktuelle Studie am Tom Baker Cancer Centre in Calgary (Kanada) hat jedoch gezeigt, dass Frauen während einer Strahlentherapie keinesfalls auf ihr Antitranspirant oder Deodorant verzichten brauchen. Donna Gies hat als radioonkologische Fachangestellte während der zweijährigen Studie (2008 bis 2010) 198 Brustkrebspatientinnen betreut und deren Hautverfassung dokumentiert: “Wir haben keinen Grund gefunden, Frauen sagen zu müssen, sie sollten auf ihr Antitranspirant verzichten". [5]
  • Parabene in Deos: Viele Deodorants und einige wenige Antitranspirante enthalten sogenannte Parabene für die Hautpflege oder als Konservierungsstoff. Parabene stehen im Verdacht, eine östrogene Wirkung zu haben, wodurch Zellmutationen (z.B. im Brustgewebe) theoretisch möglich wären [6]. Dies konnte bis heute wissenschaftlich nicht bewiesen werden. Allerdings ist inzwischen bekannt, dass Parabene das tiefe Eindringen von Substanzen jeglicher Art in die Dermis fördern. Dadurch könnte das Aluminiumsalz theoretisch einziehen und in die Blutbahnen der Unterhaut gelangen, was nicht erwünscht ist. Bislang haben sich jedoch weder Mediziner noch Verbraucherschützer gegen die Verwendung von Parabenen in Kosmetika ausgesprochen. Vorsichtigen Anwendern stehen aber schon heute genügend Produkte ohne Parabene zur Verfügung (z.B. AHC Antitranspirante). Bitte lesen Sie hierzu auch unseren Artikel Parabene in Kosmetika: umstrittene Konservierungsstoffe.
  • Deo + Achselrasur = Gefahr?: Dies ist eines der wenigen Gerüchte, die zumindestens ein klein bisschen Wahrheit enthalten. Bei der Rasur der Achselhaare wird die Haut zwangsläufig verletzt. Auch wenn es nicht sichtbar blutet, können mikroskopisch kleine Schnitte vorliegen. Durch solche Schnitte könnten die Inhaltsstoffe eines Deos oder Antitranspirants in die tieferen Hautschichten (Dermis) eindringen und so in die dort befindlichen Blutgefäße gelangen. Dies ist nicht erwünscht, auch wenn dadurch keine unmittelbare Gefahr besteht. Die langfristigen Effekte sind jedoch bis heute ungeklärt und noch immer Bestandteil der Forschung [7]. AlCl-haltige Mittel sollen deshalb sicherheitshalber erst nach einer Wartezeit von 24 Stunden aufgetragen werden.
  • Angeblicher Lobbyismus der Kosmetikindustrie: Viele Verbraucher folgern richtig und mit gesundem Menschenverstand, dass Aluminiumsalze nicht schädlich oder gefährlich sein können, weil sie gesetzlich nicht verboten sind. Oder umgekehrt: Wären sie schädlich, würden sie längst von "oberster Stelle" verboten sein. Gerade in heutiger Zeit setzen sich Verbraucher sehr kritisch mit Inhaltstoffen und möglichen "Gefahrenquellen" auseinander. In Folge dessen beschäftigen sich offizielle Instanzen wie das BfR und das UBA sehr intensiv mit sämtlichen Dingen des täglichen Lebens. Sie verbieten Substanzen, fordern Warnhinweise und informieren die Bürger. Wo aber bleibt das dringende Verbot von Aluminiumsalzen, wenn es doch angeblich so giftig ist? Einige "Experten", nennen wir sie ruhig Verschwörungstheoretiker, haben auf diese Frage natürlich eine Antwort: "Die Kosmetikindustrie verhindert durch Lobbyismus das Verbot von Aluminiumchlorid." Wie wahrheitsgemäß solche Behauptung sind, erkennt schnell, wer sich mit den Preisen und Margen im Kosmetikbereich beschäftigt. Sicherlich verkaufen sich Deos und Antitranspirante weltweit sehr gut, aber mit dem Wirkstoff Aluminiumchlorid lässt sich kaum Geld verdienen. Angesichts der schwierigen Handhabung des reaktionsfreudigen Wirkstoffes, würden die Hersteller vielmehr liebend gerne darauf verzichten. Produkte ohne AlCl sind oft sogar teurer, weil sie als "natürliche" Alternative vermarktet werden können. Die Kosmetikhersteller generieren ihre Gewinne durch gezieltes Gender- bzw. Value-Marketing, mit dem sie die jeweils spezifischen Bedürfnisse von Frauen und Männern ansprechen. Rendite erzielt die Industrie durch kaum nachprüfbare Produktparameter wie beispielsweise "microencapsulated fragances" (eingeschlossene Duftstoffe, die erst langsam freigegeben werden) für Männer, oder hautstraffende "Vitaminkomplexe" für Frauen [8]. Unbeliebt bei beiden Geschlechtern ist die Eigenschaft von AlCl, Kleidungsstoff in Reaktion mit nassem Schweiß weiß bzw. gelblich zu verfärben ("Deoflecken"). Von daher hat die Kosmetikbranche herzlich wenig Interesse an Aluminiumsalzen. Jedes Jahr investiert sie deshalb viele Millionen Dollar und Euro in die Forschung nach Alternativen (z.B. Deodorants mit Nano-Silber).
  • Antitranspirante erzeugen auch Alzheimer: Seit den 1960er Jahren untersuchen Wissenschaftler, ob ein direkter Zusammenhang zwischen Aluminium und Morbus Alzheimer besteht. Bislang konnte kein Beweis dafür gefunden werden. Bekannt ist nur, das Aluminium – wie alle Metalle – ab einer gewissen Dosis toxisch wirkt. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass diese Dosis nicht durch die tägliche Benutzung von Antitranspiranten erreicht werden kann. Andere, ganz alltägliche Dinge wie Nahrung, Trinkwasser oder Gebrauchsgegenstände belasten den Körper mit wesentlich höheren, zum Teil 100-fach stärkeren Aluminium-Emissionen. ✍ Wichtig: Bitte lesen Sie dazu die Artikel → Aluminium – Wahrheit und Mythos sowie → Antitranspirant: Alzheimer?

Zusammenfassung

  • Antitranspirante erzeugen keinen Krebs und steigern nicht das Krebsrisiko
  • die im Internet kursierenden Gerüchte und Behauptungen sind falsch und gehören ins Reich der Märchen. Bilden Sie sich stets ein eigenes Urteil und fragen Sie ggf. Ihren Arzt um Rat.
  • Aluminiumsalze in Antitranspirantien oder Deos sind unschädlich und unbedenklich, sie können allenfalls die Haut vorübergehend reizen.
  • Parabene sind in Antitranspiranten unerwünscht, obgleich ihre Schädlichkeit bislang wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden konnte.
  • ein Zusammenhang zwischen Antitranspiranten oder Deos und der Entstehung von Morbus Alzheimer konnte in keiner wissenschaftlichen Studie nachgewiesen werden.

Worauf sollten Sie dennoch achten?

  • benutzen Sie nur hochwertige Antitranspirante  mit 20% bis 30% AlCl-Anteil
    ✍ Grund: 1 bis 2 Tropfen pro Achselhöhle reichen dann völlig aus!
  • warten Sie nach der Achselrasur 24 Stunden mit der Anwendung
    ✍ Grund: ein Eindringen des Mittels in tiefere Hautschichten wird so verhindert
  • achten Sie auf die Inhaltsstoffe: Es sollten besser keine Parabene enthalten sein
    ✍ Grund: ein Eindringen des Mittels in tiefere Hautschichten wird so verhindert
  • verwenden Sie Antitranspirante nur auf unverletzter, gesunder Haut
    ✍ Grund: dadurch werden Hautreizungen vermieden

 

 

Aktuelle Studie: Sappino et al. 2012

 

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[1] Jones J. "Can rumors cause cancer?" Journal of the National Cancer Institute (NCI) 2000; 92(18): 1469 -1471; Oxford Journals
[2] Nur bei schweren Nieren-/Lebererkrankungen (Ausfall dieser Organe) werden Giftstoffe in der Haut "eingelagert" und zum Teil über die Hautoberfläche abgeschieden (z.B. "Gelbsucht")
[3] Darbre P PD. "Aluminium, antiperspirants and breast cancer", Universtity of Reading, UK
[4] Mirick D K, Davis S, Thomas D B. "Antiperspirant Use and the Risk of Breast Cancer" Journal of the National Cancer Institute 2002; 94(20): 1578-1580 (3-Jahres Studie am Fred Hutchinson Cancer Research Center, Seattle, USA)
[5] Gies D. “We now have evidence to say that we don’t need to tell women to stop using their antiperspirant.” Artikel der Montreal Gazette (CA), 11/2010 "Calgary study finds cancer patients able to use deodorant during therapy"
[6] Darbre P, et al. "Concentrations of parabens in human breast tumors" Journal of Applied Toxicology 2004; 24: 5-13
[7] McGrath K. "An earlier age of breast cancer diagnosis related to more frequent use of antiperspirants/deodorants and underarm shaving" European Journal of Cancer Prevention 12/2003
[8] Penning A. "A Market Fit – The Evolution of Deodorants and Antiperspirants" GCI Magazine 2010; Issue 8